Aktuell

Das NetzWERK Migration und Integration in Ahrensburg nimmt Stellung zu den Anschlägen in Sri Lanka und in den USA

Vor nur einem Monat haben wir hier Stellung bezogen zu dem Terroranschlag in Christchurch, und während wir noch darüber nachdenken, wie wir unsere Fassungslosigkeit über die Terroranschläge zu Ostern auf Christen und Christinnen, auf Hotelgäste und  Hotelangestellte in Sri Lanka zum Ausdruck bringen können, erreicht uns die Nachricht eines erneuten Anschlags auf eine Synagoge in den USA, während einer Pessachfeier.

In Sri Lanka sind Hunderte tot, Hunderte verletzt. Eltern trauern um ihre Kinder, Kinder um ihre Eltern. Ganze Familien sind zerstört. Die Opfer waren Christinnen und Christen, die den Ostergottesdienst feierten – in den Hotels starben Angestellte und Gäste aus aller Welt, die ihren Osterurlaub genossen.

In den USA starb eine ältere Frau, unter den Verletzten befinden sich neben dem Rabbi der Gemeinde Menschen, die vor den Raketen der Hamas aus Israel flohen, jetzt sind sie in Kalifornien Opfer eines Rechtsradikalen geworden, der sich auf den Täter von Christchurch beruft. 

Wie in Christchurch wurden Gottesdienste und Gotteshäuser für den Terrorangriff ausgewählt, getroffen werden sollte also immer auch die Religion der Opfer.

Wir trauern mit den Angehörigen und den Gemeinden, in Sri Lanka,  in den Herkunftsländern der Feriengäste, in den USA.

Wir bekräftigen, dass jedes Menschenleben gleichermaßen wertvoll ist; dass Religion, Weltanschauung, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe nie Gewalt begründen darf.

Erneut erleben wir, dass die Bedrohung überall bestehen kann und unsere Sicherheit trügerisch ist. Die Täter begründeten ihre Taten immer damit, dass „die Anderen“ einen geringeren Wert als ihre eigene Gruppe haben.  Bei den aktuellen Ereignissen sind dabei Migranten nur zufällig (in den USA) betroffen. Täter und Opfer gehören in allen Fällen zu religiösen Gruppen, die gleichermaßen schon lange in den jeweiligen Ländern ansässig sind, in den USA seit Jahrhunderten, in Sri Lanka seit mehr als tausend Jahren.

Erneut wird damit deutlich, wie existentiell wichtig es für alle ist, sich stetig für ein friedliches Zusammenleben einzusetzen, auch und gerade unter den Religionsgemeinschaften. Ob man nun zu einer Minderheit oder zur Mehrheit gehört, ob man alteingesessen oder eingewandert ist, für alle besteht die Verantwortung, mit Toleranz und Respekt zu einem guten Zusammenleben aller aktiv beizutragen.

Dafür setzen wir uns ein. Wir sind wachsam und treten jeder Form von Ausgrenzung und Hass entgegen. Wir verurteilen jede Form von gewalttätigen Übergriffen.

Ahrensburg, 01.05.2019


53% der Deutschen sehen Einwanderung als Chance und jeder Zweite sagt, Einwanderer bereichern das kulturelle und soziale Leben. Auch ausreisepflichtige Ausländer sollen hierbleiben dürfen, wenn sie gut integriert und erwerbstätig sind (78% Zustimmung) und viel größer als die Sorge vor Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt (Zustimmung: 30%) ist die Sorge vor Rechtspopulismus und einer Zunahme rassistischer Gewalt (86%).

 

 

 

 

 

Diese und weitere Ergebnisse einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung standen am Dienstag, den 7. Mai 2019 in der Stadtbücherei Ahrensburg zur Diskussion. Nach einer Vorstellung der Studie wurde diskutiert, was die Ahrenburger_innen über Migration und Integration denken und welche Vorschläge sie haben, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Es diskutierten:
Dorothea Schmidt, NetzWERK Migration & Integration in Ahrensburg
Jochen Proske, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Ahrensburg
Sönke Hollenberg, Friedrich-Ebert-Stiftung, Herausgeber der Studie

Veranstaltungsort und Zeit:
Dienstag, 7. Mai 2019, 18 bis 20 Uhr
Stadtbücherei Ahrensburg, Manfred-Samusch-Str. 3, 22926 Ahrensburg

Die Studie „Das pragmatische Einwanderungsland. Was die Deutschen über Migration denken“ im Download.


Amal, Hamburg! ist seit dem 10.4.2019 online. Ein neues Nachrichtenportal, das aus Hamburg auf Arabisch und auf Farsi berichtet.
Zu erreichen unter amalhamburg.de

Geflüchteten soll so die Teilhabe am städtischen Leben erleichtert werden.
Amal, Hamburg! berichtet in Arabisch und Persisch über lokale Ereignisse und eröffnet damit für viele die Chance, näher an die Stadtgesellschaft heranzurücken. »Hamburg steht für das friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen. Mit Amal, Hamburg! spiegelt sich diese Vielfalt nun auch im Medienangebot der Stadt wider«, sagt Hamburgs Senator für Kultur und Medien Carsten Brosda zum Auftakt des Projekts.


Das NetzWERK Migration und Integration in Ahrensburg nimmt Stellung zu dem Anschlag in Christchurch

Am 15. März ereignete sich der Anschlag in Christchurch.

Ein Mann ermordete in zwei Moscheen 50 Menschen und verletzte 48.
Er traf junge und alte Menschen,
Großeltern und Eltern von kleinen und großen Kindern,
Jugendliche und Kinder, Männer und Frauen;
er traf Unternehmer und Arbeiter, Studentinnen und Handwerker,
Ingenieure und Ladenbesitzer, Schüler und Lehrer.

Manche waren in Neuseeland geboren oder lebten schon lange dort,
manche waren dem Krieg in Syrien entkommen;
viele hatten in Neuseeland Arbeit und Wohnung gefunden,
einige waren zu Besuch bei Familienangehörigen.
Sie alle meinten, in Neuseeland in Sicherheit zu sein.
Viele hatten Verantwortung in dem Gemeinwesen der Stadt übernommen, in der sie lebten.
Sie gehörten dazu,
so wie Muslime und Musliminnen überall dazugehören,
so wie sie auch in Ahrensburg dazugehören.

Ihre Partner und Partnerinnen, ihre Eltern, Kinder, Brüder und Schwestern müssen jetzt trauern, mit ihnen trauert ihre Stadt, ihr Land und die ganze Welt.

Wir müssen trauern, weil ein Mörder der Auffassung war, dass er einer Gruppe angehört, deren Leben besser und wertvoller sei als das von anderen Menschen.

Wir wissen inzwischen, dass er mit seiner mörderischen Auffassung weltweit gut vernetzt ist. Sein Anschlag macht deutlich, dass diese Bedrohung überall besteht und unsere Sicherheit trügerisch ist.
Das gilt auch für unser Ahrensburg, wie wir leider seit den letzten Schmierereien nur zu gut wissen.

Daher ist es wichtig, dass alle Menschen in Ahrensburg zusammenstehen,
denen das friedliche und respektvolle Zusammenleben in unserer Stadt wichtig ist.
Für uns ist jedes Menschenleben gleichermaßen wertvoll.
Jeder und jede hat das Recht, sein und ihr Leben in Individualität zu gestalten.
Das gilt für die Angehörigen aller Religionsgemeinschaften.
Das gilt für die Menschen jeder Herkunft.

Dafür werden wir uns weiter einsetzen and wachsam sein und weiter daran arbeiten, jeder Form von Ausgrenzung und Hass entgegenzutreten.

26. März 2019


Ahrensburg ist und bleibt bunt!

Am 9.3.2019 gab es dazu eine große Demonstration in Ahrensburg. 400 bis 500 Teilnehmer kamen trotz regnerischen Wetters vor dem Rathaus zusammen. Aufgerufen hatte dazu der Runde Tisch Ahrensburg unter Beteiligung des NetzWERKs Migration & Integration, des Vereins Roter Stern Kickers und des Autonomen Jugendhaus Bargteheide.  Auslöser dafür waren die großflächigen rechtsextremistischen Schmierereien an einer Flüchtlingsunterkunft und an mehreren Schulen in Ahrensburg und in Bargteheide.


Interkultureller Herbst 2019
Zusammen leben, zusammen wachsen

Liebe Mitveranstalterinnen und Mitveranstalter,
Sehr geehrte Damen und Herren!

2019 ist die passende Antwort auf die brennenden Fragen und Herausforderungen unserer Zeit das Motto:
Zusammen leben, zusammen wachsen
Wir bitten Sie auch in diesem Jahr, sich an einem möglichst bunten Interkulturellen Herbst in Ahrensburg zu beteiligen.
Mit der Jubiläumsfeier zum 10-jährigen Bestehen des Interkulturellen Herbstes in Ahrensburg werden wir am 31. August 2019 unser Kulturfestival starten.
Und der Tradition folgend wird „à table de Noël“ am 15. Dezember den festlichen Schlusspunkt bilden.
Bitte melden Sie Ihre geplanten Veranstaltungen mit Terminvorschlägen bis zum 30. März 2019 am besten per eMail an. Wir wollen wieder einen vielfältigen und anregenden, fröhlichen und interessanten Kulturherbst entstehen lassen, bei dem sich Menschen und Kulturen begegnen, kennen lernen und gemeinsam Vielfalt erleben – entsprechend unserem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen
Herzliche Grüße
Bernard Bonnin, Koordination

Bitte Ihre/eure Vorschläge als .pdf oder .doc an:
Bernard Bonnin, Mail: kochschule@la-cuisine-ahrensburg.de


Die Stiftung Mercator hat eine umfangreiche Studie zur Willkommenskultur in Deutschland vorgelegt.


Innenminister Horst Seehofer hat am 23.1.2019 den Migrationsbericht 2016/2017 vorgelegt. Für Interessierte bieten wir Links zum Bericht und zu einer Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse auf unserer Links- und Downloadseite an.


ZDF: Warum gibt es auch einen Flüchtlingspakt?
Eine Erklärung, was es mit dem Flüchtlingspakt auf sich hat, der am 17.12.2018 mit überwältigender Mehrheit von fast allen UN-Mitgliedern angenommen wurde.
Nur die USA und Ungarn lehnten den Vertrag ab. (17.12.2018)


SPIEGEL Online zitiert Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer:
Bundeskanzlerin Angela Merkel habe mit ihrem Satz „Wir schaffen das“ recht behalten, sagt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer. Er sei überrascht, wie schnell viele Flüchtlinge einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz gefunden hätten. Zum Artikel „Die Integration der Flüchtlinge läuft besser als erwartet“ (14.12.2018)


Achtung: Interessante neue Links auf unserer Links/Download-Seite zum Stand der Willkommenskultur in Deutchland, zum UN-Migrationspakt, allgemein zur Migration und zur Stärkung geflüchteter Frauen in Deutschland.


Ein Link zur „Berliner Erklärung der Vielen„.
Der Verein Die Vielen e.V., der von namhaften Kulturschaffenden und ihren Vertreter*innen und Beschützer*innen gegründet wurde, ruft zur bundesweiten Kampagne gegen rechtsextreme Einflussnahme auf Politik und Kultur auf. Dafür sollen sich möglichst viele Kulturinstitutionen der Erklärung der Vielen anschließen und ihr Bewusstsein gegen Rechtsnationalismus zeigen.