Aktuell

Lesung aus dem Buch: „Für immer ICH selbst“

Es ist ein Buch, in dem 15 Frauen ihre zum Teil erschütternden, zugleich aber auch lebensbejahenden Schicksale mit eigenen Worten festgehalten haben – einfühlsam, berührend und ermutigend.
Jessica K. ist eine dieser Autorinnen, die den Mut fassten, andere an ihrer Lebensgeschichte teilhaben zu lassen; sie selbst berichtet beispielsweise über die psychische Gewalt, die sie lange Zeit in ihrer Ehe durchlitten hat. „Heute weiß ich: Ich war das perfekte Opfer für ihn!“ – lautet ihr Fazit. Jessica K. wird deshalb nach der Lesung aus dem Buch „Für immer ICH selbst“, herausgegeben von Corina Lendfers, auch darüber berichten, wie es ihr gelang, sich aus der Opferrolle zu befreien.

Di, 23.06.2020 / 18.30 UHR
Referentin: Frau Jessica K.
Ort: Beratungsstelle für Frauen & Mädchen e. V.
         Waldstraße 12 • 22926 Ahrensburg
Anmeldung & Infos: frauenberatung@best-ahrensburg.de  04102-821 111
Kosten: Um eine Spende für den Förderverein der Beratungsstelle wird gebeten


VORTRAG POSITIVE PSYCHOLOGIE

„Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein“ (Voltaire, 1694-1778)

Dass jeder seines Glückes Schmied ist, haben Sie gehört, finden es aber unsinnig – Ihr Glas Wasser ist ständig halb leer und nicht halb voll? Das ist es nicht: Entdecken Sie, was Sie glücklich macht und wie Sie mit mehr Freude und Leichtigkeit durchs Leben gehen können. Durch Ihr Leben. In der positiven Psychologie geht es um viel mehr als positive Gedanken: Es ist die Wissenschaft des gelingenden und erfolgreichen Lebens.

Erfahren Sie, was Sie selbst auch ohne Hilfe von außen tun können, um Ihr Glück aktiv zu steuern. Nach dem Vortrag probieren wir verschiedene Möglichkeiten aus. Optimismus kann man lernen!

Do., 04.06.2020 / 18.30 Uhr
Referentin: Urte Michaelsen,
         Psychologin und Systemische Therapeutin, Medizinjournalistin
Ort:Beratungsstelle für Frauen & Mädchen e. V.
         Waldstraße 12 • 22926 Ahrensburg
Anmeldung &Infos: frauenberatung@best-ahrensburg.de  04102 821 111 Kosten: Wir bitten um eine Spende in Höhe von 7,00 € für den Förderverein von BEST Ahrensburg.


Der Freundeskreis für Flüchtlinge berichtet von sehr erfreulichen Hilfsangeboten von Geflüchteten in der jetzigen Covid-19-Zeit: Mehrere geflüchtete Familien und Aktive des Vereins haben aus gespendetem Material in Heimarbeit bisher ca. 200 Stück Mund-Nasen-Schutzmasken genäht. Diese wurden den ehrenamtlichen Helfern und Kunden der Ahrensburger Tafel, den freiwilligen Helfern der Aktion „Ahrensburg hilft“ und Geflüchteten in den Ahrensburger Sammelunterkünften zur Verfügung gestellt.


http://mimi-gesundheit.de/ ist über Corona hinaus eine sehr nützliche Adresse für uns alle: „Die Gesundheitsinitiative Deutschland: Mit Migranten für Migranten“.
In diesen Tagen bieten sie eine wirklich vielsprachige Seite vom Ethno-medizinischen Zentrum e. V. mit wichtigen Informationen zu dieser Pandemie. Bitte weitersagen.


Olof-Palme-Friedenspreis geht nach Ahrensburg

Der Olof-Palme-Friedenspreis, der seit 1987 von der SPD Stormarn verliehen wird, geht dieses Jahr an zwei Initiativen in Ahrensburg.
Die Gemeinschaftsschule am Heimgarten erhält ihn für ihre Forschungen zum Leben der jüdischen Familie Lehmann, und die Gemeinschaftsarbeit von sieben Ahrensburger Initiativen, die u.a. Familien und Frauen durch Sprach- und Freizeitangebote bei der Integration unterstützen.

Die Institutionen sind: Die Internationale Frauengruppe Ahrensburg, Á Table, der Interkulturelle Herbst, Dialog International (in der Stadtbücherei), die Gärten der Begegnung, der Internationale Stammtisch und ViVA. (Das Schleswig-Holstein Magazin des NDR berichtete.)

Wir freuen uns über die Anerkennung und gratulieren!


Liebe Ahrensburger und Ahrensburgerinnen,

Das Jahr 2019 geht zu Ende, und wir halten mit zwiespältigen Gefühlen Rückschau.

Für das NetzWERK Migration und Integration in Ahrensburg war es ein Jahr der Freude. Wir konnten mit vielen Gästen das Jubiläum des Interkulturellen Herbstes feiern. 10 Jahre können wir damit nun schon das gute Zusammenleben in Ahrensburg mitgestalten – zusammen  mit den weiteren Aktivitäten des Netzwerkes.

Alle unsere Mitglieder und auch Initiativen außerhalb des Netzwerkes tragen dazu bei, dass sich Menschen unterschiedlicher Herkunft in unserer Stadt miteinander und nebeneinander zuhause fühlen können. Das friedliche Zusammenleben gelingt uns daher schon ganz gut. Zum Glück gibt es ähnliche Anstrengungen auch  in den Nachbarorten und deutschlandweit und weltweit – viele wissen, dass das Miteinander von Menschen, die verschieden sind, bewusst gestaltet werden kann und muss.

Gleichzeitig mussten wir im vergangenen Jahr erleben, dass dieses Bemühen und die selbstverständliche Akzeptanz von Pluralität brutal angegriffen werden.  Menschen werden bedroht, mit Hass überzogen, attackiert, ermordet – weil sie „anders“ sind oder weil sie sich für den gegenseitigen Respekt aller Menschen einsetzen und eine Politik fördern, die Vielfalt bejaht.

Wir trauern mit den Angehörigen um die Opfer der Anschläge. Es erfüllt uns mit Entsetzen, dass Gotteshäuser Anschlagsziele wurden: Synagogen, Moscheen und Kirchen wurden angegriffen, weil die Täter ihre Vorstellungen des eigenen Vorranges mit Gewalt durchsetzen wollen. Es erfüllt uns auch mit Entsetzen, dass Menschen, die sich in Politik und Zivilgesellschaft engagieren, dass Journalist*innen und Wissenschaftler*innen beschimpft, bedroht oder ermordet werden. Unsere Solidarität gehört allen, die stärker gefährdet sind als wir selbst.

Es rüttelt uns auf, dass Anschläge auch hier in Deutschland stattfanden: In diesem Jahr zeigten uns die Ermordung von Walter Lübcke und der mörderische Angriff auf die Synagoge in Halle die grausame Menschenverachtung der Täter. So schürt Terror bewusst Angst und Sorge.

All diese Ereignisse zeigen, wie wichtig unsere Arbeit ist: Dass es sich lohnt, an einem guten Miteinander zu arbeiten. Menschen, die verschieden sind –  in Herkunft, in Aussehen, in sexueller Orientierung, in verschiedenen Ausprägungen des Behindertseins, in Religion und Weltanschauung –  erfahren im Dialog und Kontakt, dass sie Gemeinsamkeiten entdecken und Unterschiede aushalten können, dass der Austausch allen Seiten neue Perspektiven eröffnet, dass gegenseitiger Respekt wächst und Konflikte geduldig im Gespräch ausgetragen werden können. Mit solchen Erfahrungen wächst auch das Vertrauen, und Ängste auf allen Seiten werden geringer. Eine Stadtgesellschaft, die mit Vielfalt umgehen kann, bietet allen Schutz, die einander mit Respekt begegnen, und entmutigt mit einem klaren und aktiven Bekenntnis diejenigen, die Ausgrenzung und Ablehnung fordern.

Wir wollen daher auch im neuen Jahr mit unserem Einsatz nicht nachlassen, auf vielfache Weise weiter gute Kontakte zu pflegen und Teilhabe für alle noch mehr als bisher zu ermöglichen.

Wir werden weiter gemeinsam Zeichen setzen gegen alle Einschüchterungsversuche – so wie im vergangenen Jahr u. a. mit dem traditionellen Gang des Erinnerns und der Ermutigung, mit den Jugend- und Schulprojekten „Fremd sein – ein Multical“ im Marstall und dem „Kleinen Festival der Vielfalt“ der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule,  und nicht zuletzt mit der Demonstration „Stormarn ist und bleibt bunt!“.

Wir werden im zivilgesellschaftlichen Alltag in vielen kleinen und hoffentlich auch größeren Schritten und Gesten unser Zusammenleben respektvoll gestalten.

Wir wünschen Ihnen allen friedliche Feiertage, ein frohes Chanukka, fröhliche Weihnachten und ein gutes und ertragreiches Neues Jahr!

Im Namen des Sprecherinnen-/Sprecherteams
Dorothea Schmidt


Einen kleinen Rückblick auf die Feier zu 10 Jahren Interkulturelle Herbst Ahrensburg, die wir am 31. August mit vielen Ahrensburgern im Marstall fröhlich begangen haben, zeigen wir hier.

Inzwischen ist auch der Interkulturelle Herbst 2019  Geschichte. Einen Rückblick zeigen wir hier.


Amal, Hamburg! ist seit dem 10.4.2019 online. Ein neues Nachrichtenportal, das aus Hamburg auf Arabisch und auf Farsi berichtet.
Zu erreichen unter amalhamburg.de

Geflüchteten soll so die Teilhabe am städtischen Leben erleichtert werden.
Amal, Hamburg! berichtet in Arabisch und Persisch über lokale Ereignisse und eröffnet damit für viele die Chance, näher an die Stadtgesellschaft heranzurücken. »Hamburg steht für das friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen. Mit Amal, Hamburg! spiegelt sich diese Vielfalt nun auch im Medienangebot der Stadt wider«, sagt Hamburgs Senator für Kultur und Medien Carsten Brosda zum Auftakt des Projekts.


Ahrensburg ist und bleibt bunt!

Am 9.3.2019 gab es dazu eine große Demonstration in Ahrensburg. 400 bis 500 Teilnehmer kamen trotz regnerischen Wetters vor dem Rathaus zusammen. Aufgerufen hatte dazu der Runde Tisch Ahrensburg unter Beteiligung des NetzWERKs Migration & Integration, des Vereins Roter Stern Kickers und des Autonomen Jugendhaus Bargteheide.  Auslöser dafür waren die großflächigen rechtsextremistischen Schmierereien an einer Flüchtlingsunterkunft und an mehreren Schulen in Ahrensburg und in Bargteheide.


Die Stiftung Mercator hat eine umfangreiche Studie zur Willkommenskultur in Deutschland vorgelegt.


Innenminister Horst Seehofer hat am 23.1.2019 den Migrationsbericht 2016/2017 vorgelegt. Für Interessierte bieten wir Links zum Bericht und zu einer Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse auf unserer Links- und Downloadseite an.


ZDF: Warum gibt es auch einen Flüchtlingspakt?
Eine Erklärung, was es mit dem Flüchtlingspakt auf sich hat, der am 17.12.2018 mit überwältigender Mehrheit von fast allen UN-Mitgliedern angenommen wurde.
Nur die USA und Ungarn lehnten den Vertrag ab. (17.12.2018)


SPIEGEL Online zitiert Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer:
Bundeskanzlerin Angela Merkel habe mit ihrem Satz „Wir schaffen das“ recht behalten, sagt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer. Er sei überrascht, wie schnell viele Flüchtlinge einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz gefunden hätten. Zum Artikel „Die Integration der Flüchtlinge läuft besser als erwartet“ (14.12.2018)


Achtung: Interessante neue Links auf unserer Links/Download-Seite zum Stand der Willkommenskultur in Deutchland, zum UN-Migrationspakt, allgemein zur Migration und zur Stärkung geflüchteter Frauen in Deutschland.


Ein Link zur „Berliner Erklärung der Vielen„.
Der Verein Die Vielen e.V., der von namhaften Kulturschaffenden und ihren Vertreter*innen und Beschützer*innen gegründet wurde, ruft zur bundesweiten Kampagne gegen rechtsextreme Einflussnahme auf Politik und Kultur auf. Dafür sollen sich möglichst viele Kulturinstitutionen der Erklärung der Vielen anschließen und ihr Bewusstsein gegen Rechtsnationalismus zeigen.